Klangschalenmassage
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Klangschalenmassage - Nada Brahma - alles ist Klang - in Einklang mit sich selbst
Klänge haben Menschen seit jeher seelisch tief berührt und Heilungsprozesse unterstützt. Auf den Spuren unserer Vorfahren wächst heute stetig das Interesse am Einsatz der klanglichen Schwingungen – neue Therapieformen entstehen.
Die Mythen vieler Völker bezeugen, dass es so etwas wie einen „Urklang“ gibt. Aus diesem, so erzählen die Mythen dieser Völker, sei alles entstand. Ob bei den Kelten und Germanen, den Völkern der Südsee, in Asien, bei den indigen Völkern Süd-, Mittel- und Nordamerikas (meinen Vorfahren) oder an anderen Orten dieser Erde: Dem Klang als dem Gesang des Göttlichen wird die Entstehung des Lebens und der Welt zugeschrieben. Klang und Schöpfung scheinen also eins zu sein.
Die Magie der Klänge
Der Magie der Klänge folgten Menschen seit Anbeginn in Ritualen und schamanischen Traditionen. Schon sehr früh nutzten Menschen auf der ganzen Welt Klänge zur Unterstützung von Heilungen. Pythagoras erkannte, dass Musik, Mensch und Kosmos analogen Gesetzen unterliegen, ja der Kosmos einer großen harmonischen Sinfonie gleicht. Pythagoras verwob Mathematik, Musik und Philosophie zu einer umfassenden Lehre. Er verglich die Ordnung der Welt, ihren Rhythmus und ihre Harmonie mit der göttlichen
Ausdruck des kosmischen Klangs und als dessen Resonanzboden. Auf medizinischer Ebene wird in den letzten Jahrzehnten die heilende und ordnende Kraft der Musik und der Klänge intensiv untersucht. Der Musikmediziner Dr. Ralph Spingte belegte durch groß angelegte Studien bei über 100.000 Patienten die angst- und schmerzlösende Kraft der Musik, so dass sie als Therapie in die klinische Medizin Einzug fand. Zu den erprobten Wirkungen zählen die Herabsetzung der Muskelspannung, Senkung von Herzfrequenz und Blutdruck, Reduzierung des Schmerzempfindens und des Stresshormonspiegels, Harmonisierung des Atemrhythmus, Stärkung des Vertrauens usw.
In der Freiburger Universitätsklinik für Tumorbiologie wurden Tumorzellkulturen akustischen Klängen ausgesetzt, worauf ein langsameres Wachstum der Tumorzellen festgestellt wurde. In einer anderen Studie der Freiburger Klinik wurde die Klangmeditation mit Monochord, Klangschalen und Gongs als hocheffektives Entspannungsverfahren nachgewiesen, welches seelische Ausgeglichenheit und ein tiefes Ruheerlebnis hervorruft.
Quelle: STEFAN BOERGER, KERSTIN MICHEL
Klangschalentherapie
Alte tibetische Klangschalen mit ihrer ausgleichenden und harmonisierenden Wirkung auf unser ganzes menschliches Sein können von großem Einfluss auf unsere Möglichkeiten der Bewusstseinserweiterung, Transformation und Genesung sein.
Allein die akustischen Aspekte der Klangschalen sind äußerst spannend und für die Klangtherapie gut geeignet. In der Regel ertönen beim Anschlagen einer Klangschale mit einem Filzschlägel 3–6 einzelne Töne gleichzeitig. Neben dem Grundton kommen bei einer Klangschale sehr deutlich die darüber liegenden helleren Obertöne zum Vorschein. Der tiefste Ton (Grundton) bestimmt die Tonhöhe des Klangs und die höheren (Ober-) Töne sind für die Klangfarbe verantwortlich. Da die Obertöne bei Klangschalen oft ähnlich gut hörbar sind wie der Grundton, teilweise sogar lauter, entsteht eine besonders faszinierende Klangfarbe. Welche und wie viele Töne in einer Klangschale markant sind, ist bei jeder Schale unterschiedlich. Durch Unebenheiten in der Oberfläche enthalten einzelne Töne der Schale oft Schwebungen, die den Ton „wabern“ lassen. Schwebungen entstehen durch Überlagerung zwei dicht beieinander liegender Frequenzen. In der Klangtherapie unterscheiden wir darüber hinaus Klangschalen, die den Klang seitwärts abstrahlen, und solche, die ihren Klang nach unten abgeben. Bei letzteren ist eine deutlich Vibration beim Anschlagen der Schale am Boden spürbar, so dass diese Schalen auch sehr gut für den Einsatz auf dem Körper bei einer Klangmassage geeignet sind.
Körperklang – Resonanzen im Schwingungsfeld
Die Vibration einer klingenden Schale, die bei einer Klangschalenmassage über den Boden der Schale auf den Körper übertragen wird, ist so fein wie bei kaum einer anderen Massageart. Diese Klangvibrationen sind durch die Kleidung auf der Haut, im Muskelgewebe und im Knochensystem spürbar und sprechen zudem die subtileren körperlichen und feinstofflichen Energien an. Das Anreiben einer Klangschale auf dem Körper intensiviert die Klangerfahrung, da sich die Schwingungen kontinuierlich wie ein ins Wasser geworfener Stein im Körper ausbreiten.
Der eigenen Lebensmelodie auf der Spur
Menschen haben sich seit Jahrtausenden mit der heilenden Kraft der Klänge, der Musik und Schwingungen auseinander gesetzt. Damals wie heute fühlen wir, dass unsere Seele berührt wird, in Schwingung gerät, sozusagen „Saiten“ in uns zum Klingen kommen, die uns unsere Spur zum Wahren, Eigentlichen und Wesentlichen aufnehmen lassen. Die Klangerfahrung lädt dazu ein, sich wieder in die Verbindung zu unseren Wurzelkräften und höheren, feineren Schwingungen unseres Selbst auszudehnen. Durch die Klangtherapie besteht die Möglichkeit, wieder aufmerksam für die innere Melodie des eigenen Lebens zu werden und mit sich selbst in Kontakt und in Ein-Klang zu kommen.
Klänge können heilsam sein, beruhigen und in die Stille führen, aber auch anregend sein und Energie in Bewegung bringen. Klänge können uns zutiefst berühren, uns unvermittelt zum Lachen oder Weinen bringen. Klänge sind entscheidender Bestandteil unseres Lebens und meiner Arbeit.
In den alten Veden gibt es den Ausdruck „Nada Brahma“, der übersetzt werden kann als „Alles ist Klang“.
